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sandra666 (25)
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Dating mit Handicap - Rollstuhlfahrer

Schon für Menschen mit Hemmungen ist es schwierig, Kontakte zu anderen aufzubauen, geschweige denn, den Partner fürs Leben zu finden. Menschen mit Behinderungen haben es da noch schwerer. Sie werden oftmals verspottet und viele meiden aus diesem Grund die Öffentlichkeit.

Es gibt jedoch auch für Behinderte wie z. B. Rollstuhlfahrer gewisse Möglichkeiten, andere Menschen kennenzulernen.

Das Internet machts möglich. Mit den Jahren sind im Onlinebereich immer mehr Dating-Portale wie Treffpunkt18 eröffnet worden. Inzwischen gibt es sogar Dating-Channels für Menschen mit Behinderungen.

Ein Partner mit Behinderung - kaum vorstellbar

Auf normalen Partnerbörsen gestaltet sich die Suche nach einer Beziehung für Rollstuhlfahrer oftmals sehr schwierig. Man lernt sich kennen, mag sich, aber wenn die Sprache dann auf die Behinderung gebracht wird, macht der Gegenüber einen Rückzieher. Das Beste ist es, seine Behinderung mit in das Profil aufzunehmen. In diesem Falle sind die Fronten sofort geklärt. Es wird sich im Normalfall nur jemand melden, dem der Mensch an sich und als Typ zusagt. Allerdings kommt es in den normalen Channels auch oftmals zu Verspottungen.

Zudem muss dort damit gerechnet werden, dass Interessenten sich nur über das Leben mit der Behinderung, bzw. das Liebesleben mit einer Behinderung informieren wollen. An einer wirklichen Beziehung oder auch nur einer Freundschaft besteht in diesem Falle kein Interesse.

Für viele Menschen ist ein Partner mit einer Behinderung kaum vorstellbar. Da ein nicht behinderter Mensch meistens nicht abschätzen kann, was auf ihn zukommt, wird er das Zusammenleben mit einem Rollstuhlfahrer oder einem Menschen mit einer anderen Behinderung gar nicht erst in Erwägung ziehen.

Partnerbörsen für Behinderte

Auf der sicheren Seite sind Menschen mit Behinderungen, wenn sie sich im Internet bei einer Singlebörse für Menschen mit Handicaps anmelden. Diese Partnervermittlungen haben den Vorteil, dass jeder, der sich dort anmeldet, von vornherein weiß, auf was er sich einlässt. Bei diesen Börsen wird aus der Behinderung kein Geheimnis gemacht, ganz im Gegenteil, denn bei einigen dieser Portale ist es möglich, festzulegen, mit welcher Art von Behinderung man umgehen kann, bzw. welche Art von Behinderung der potenzielle Partner haben darf. Auf diese Art wird das Risiko der Enttäuschung zumindest um diesen wichtigen Punkt reduziert, kann der beginnenden Partnerschaft keinen Schaden zufügen. Die Partnervermittlungen für Behinderte achten sogar darauf, dass nicht zwei Menschen zusammengebracht werden, welche aufgrund ihrer Behinderungen nicht zueinanderpassen.

Meine Erfahrungen

Mein Name ist Sascha, 27 Jahre alt, habe Dachdecker gelernt und bis vor vier Jahren in diesem Beruf gearbeitet. Nach meiner Lehre bei einem Freund der Familie bin ich in die Firma meines Vaters gewechselt, da ich später seine Nachfolge antreten soll. Unser Dachdeckerunternehmen ist ein gut laufender Betrieb, der seit 2 Generationen von unserer Familie betrieben wird.

Was allerdings nicht vorauszusehen war, war mein schwerer Unfall. Meine letzte Baustelle lag direkt an einer Bundesstraße. Das Mehrfamilienhaus mit drei Stockwerken war komplett eingerüstet. Einen Morgen stand ich auf der obersten Gerüstlage, als ein Lkw-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Er touchierte eine Ecke des Gerüstes und schob es zusammen. Was ich noch weiß, ist, dass das Gerüst zusammenklappte wie eine Ziehharmonika.

Wach geworden bin ich erst wieder im Krankenhaus, wie mein Vater mir sagte, auch erst drei Tage später. Als ich meine Sinne wieder beisammen hatte, war das Erste, was ich merkte, dass ich keine Beine mehr hatte. Nach einem Kontrollblick unter die Bettdecke sah ich, dass sie doch noch da waren. Meine Ärzte teilten mir nachher mit, dass ich wohl für den Rest meines Lebens mit einer Lähmung meiner Beine rechnen müsste.

Im Nachhinein muss ich sagen, zum Glück waren nur meine Beine ohne Gefühl. Es hat sehr lange gedauert, bis ich mich damit abgefunden hatte. Selbstmordgedanken, die ich anfangs hatte, wurden mir in langen Gesprächen mit meinem Therapeuten genommen.

Nach zwei Jahren begann langsam, aber sicher mein zweites Leben. Ich begann mich wieder für andere Dinge zu interessieren, als nur mich selbst zu bemitleiden.

Mein bester Freund Mike hat die ganze Zeit fest zu mir gestanden. Eines Tages kam er mit seiner neuen Freundin zu mir. Da ich schon vor dem Unfall meine letzte Beziehung beendet hatte, fehlte mir eine Frau in meinem Leben schon sehr. Als ich dann den glücklichen Mike vor mir sah, beschloss ich, selbst wieder auf Partnersuche zu gehen.

Aber wie stellt man das an als Rollstuhlfahrer. Die Frauen in meinem Umfeld kamen nicht infrage. Also habe ich mich entschlossen, es über eine Online-Partnervermittlung zu versuchen. Damit begannen aber schon wieder die Probleme. Bei einer normalen Partnervermittlung hat man als Behinderter fast keine Chance, den passenden Partner zu finden. Die meisten schrecken davor zurück, mit einem Rollstuhlfahrer eine Beziehung einzugehen, weil sie meinen, sie müssten ihn den ganzen Tag umsorgen.

Nach mehreren Enttäuschungen brachte ich das Thema in unserer Selbsthilfegruppe zur Sprache. Einer der Teilnehmer gab mir eine Webadresse für einen Dating-Channel speziell für Behinderte.

Bianca, beinamputiert und sehr liebenswert

Nachdem ich diese Webadresse bekommen hatte, zögerte ich noch ein paar Tage aus Angst vor weiteren Enttäuschungen. Aber speziell meine Eltern bedrängten mich, es doch einmal zu versuchen. Also habe ich mich an den PC gesetzt, bei der Partnervermittlung mein Profil eingestellt und auf die ersten Vorschläge gewartet. Am nächsten Tag hatte ich drei Partnervorschläge in meinem Postfach. Susie, 24 Jahre, querschnittgelähmt, Anna. 27 Jahre, nach einem Schlaganfall rechtsseitig gelähmt und Bianca, 29 Jahre, rechtes Bein amputiert.

In dieser Reihenfolge habe ich die Frauen auch angeschrieben. Die beiden Ersten sind jeweils nach kurzer Zeit aus der Wertung gefallen. Sie waren viel zu inaktiv, schmorten anscheinend in ihrem Elend. Bianca war zwar älter als ich, aber vom Typ und ihrem Lebensmut passte sie viel besser zu mir.

Wir haben dann begonnen, täglich miteinander zu schreiben. Nach zwei Wochen haben wir Telefonnummern ausgetauscht und nochmals drei Wochen später wollten wir uns zum ersten Mal treffen. Zum Glück wohnte sie nicht allzu weit entfernt. Mein Vater fuhr mich an einem Sonntag zu unserem Treffpunkt und zog sich dann dezent in ein anderes Café zurück.

Mit Bianca kam ich auf Anhieb super klar. Wir fuhren auf einer Wellenlänge. Bereits ein paar Tage später kam sie mich zu Hause besuchen und wollte über Nacht bleiben. Da konnte ich dann feststellen, dass auch mein Liebesleben noch funktionierte.

Nun sind wir bereits seit 19 Monaten ein Paar, haben uns eine gemeinsame Wohnung eingerichtet und erwarten in vier Monaten unser erstes Kind.

Eine Behinderung, welcher Art auch immer, ist kein Grund, den Rest seines Lebens allein zu bleiben. Wie heißt das Sprichwort - auf jeden Topf passt ein Deckel.

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